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Smiley mit Herzaugen: Wie viel Bedeutung kann ein Emoji haben?

In diesem Fall bedeutete das Emoji, dass die Beweise falsch waren, und führte zu einem beschleunigten Gewinn.

Ein Emoji sagt so viel mit so wenig.

Es kommt nicht alle Tage vor, dass eine Klage wegen der Verwendung von Emojis abgewiesen wird. In einem kürzlichen Fall von sexueller Belästigung war ein Smiley-mit-Herz-Augen-Emoji einer der rauchenden Colts.

Dieses moderne Beispiel für digitale Forensik zeigt, welche Auswirkungen subtile Änderungen in der Technik auf einen Fall haben können und wie die Datenauthentifizierung nicht immer schwarz-weiß ist. Manchmal ist es gelb und rot.

Die Entscheidung in dieser Klage hat an Bedeutung gewonnen. Nachrichtendienste inkl law360.com, lawstreetmedia.com, und www.ediscoverytoday.com haben es vorgestellt, weil die Entscheidung die Leistungsfähigkeit von eDiscovery unterstreicht – eine unserer Spezialitäten bei iDS.

Die Feststellung der Authentizität datengestützter Beweise in diesem wegweisenden Fall war eine Ehre. Die bewährten Methoden von iDS schützten unschuldige Mitarbeiter davor, Opfer gefälschter Beweise zu werden, und der Fall wird als Leitfaden für zukünftige eDiscovery-Rechtsstreitigkeiten dienen.

Der Fall brachte sexuelle Belästigung, Vergeltungsschießungen und Behauptungen über ein feindseliges Arbeitsumfeld in den Vordergrund. Lassen Sie uns eintauchen und sehen, was dieser Fall Sie über Beweise lehren kann.

Case Building: Brownies und Rache

Der Kläger war als Krankenpfleger in einem Krankenhaus tätig. Sie behauptete, ihr Vorgesetzter habe sie jahrelang sexuell belästigt. Sie sagte, als sie mit Beschwerden ins Krankenhaus ging, seien ihre Bedenken abgewiesen worden und sie sei später entlassen worden. Sie behauptete, sie habe eine Affäre aufgedeckt, die ihr Vorgesetzter mit einer anderen Krankenschwester hatte, und dass diese Krankenschwester die Karriere des Klägers vergiftet habe, indem sie ihm einen Brownie mit Marihuana gegeben habe.

Eine Woche, nachdem die Klägerin sagte, sie habe den Brownie konsumiert, erschien sie für eine Überstundenschicht zur Arbeit. Sie war nicht in Bestform. Ihre Hände zitterten und sie hielt keinen Blickkontakt. Sie war letztes Jahr wegen ähnlichen Verhaltens aus dem Krankenhaus geholt worden. Diesmal wurde der Kläger einem Drogentest unterzogen.

Die Drogen- und Alkoholrichtlinie des Krankenhauses verlangte, dass jeder Mitarbeiter, der „unter dem Einfluss von Alkohol oder illegalen Drogen zur Arbeit erscheint, bis hin zur sofortigen Entlassung mit Disziplinarmaßnahmen belegt wird“.

Laut Gerichtsdokumenten wurde sie positiv auf ihre Verschreibungen von Adderall und Xanax getestet, aber auch Marihuana und das synthetische Opioid Tramadol tauchten auf. Sie und drei weitere Krankenhausangestellte wurden entlassen. Die Klägerin behauptete, das Krankenhaus habe ihr zu Unrecht gekündigt, weil sie unwissentlich einen speziellen Brownie konsumiert hatte. Der Brownie war Teil eines Plans, um sie diskreditieren und entlassen zu lassen. Die angebliche sexuelle Belästigung war das Motiv für den Brownie, und ihre Textnachrichten sollten ihre angebliche sexuelle Belästigung unterstützen, aber die Klägerin machte einen Fehler, als sie ihre Beweise fabrizierte. Sie hat vergessen, iOS-Updates zu berücksichtigen. 

Text vs. Kontext

Die Klägerin übergab ihr Telefon mit einem Passcode, der nie funktionierte, sie präsentierte jedoch separat einen sexuell aufgeladenen Textthread, von dem sie sagte, er stamme von ihrem Vorgesetzten. Sie sagte, sie habe auf den angeblichen Thread zugegriffen, indem sie ein Foto ihres alten Telefons mit einem anderen neueren Telefon gemacht habe. Ihr Vorgehen war suspekt, doch ihr verdächtiges Verhalten brachte die Sache nicht auf den Punkt: Um zu beweisen, dass ihr die SMS fristgerecht zugesendet wurden, musste sie nachweisen, dass sie die SMS auf ihrem iPhone 5 erhalten hatte.

Ein iPhone 5 kann mit keiner höheren Software als iOS 10 betrieben werden. Und auf dem iPhone sind die Schriftarten und Emojis mit dem Betriebssystem verflochten. Emojis haben mit verschiedenen iOS-Updates subtile Änderungen in der Darstellung und Schattierung erfahren, und der „Beweis“ des Klägers zeigt ein Emoji mit glänzenden Augen, das auf ein iPhone mit iOS 13 hinweist. Diese Version könnte auf einem iPhone 5 nicht existieren. Das Gericht wies dies zurück Klage des Klägers gegen das Krankenhaus. Trauriges Gesicht.

Die Rolle von eDiscovery  

Zwei Imbissbuden:

  • eDiscovery ist mehr als nur Worte.

Da unser Leben immer mehr digitalisiert wird, können die Spuren und Merkmale, die von den von uns verwendeten Systemen erstellt werden, genauso wichtig oder wichtiger sein als die Wörter, die wir tippen.

  • Alles ist miteinander verbunden

IN einer digitalen Welt sind unsere Beweise digital und wir alle haben Werkzeuge, die digitale Dateien erstellen und bearbeiten können. Infolgedessen ist es eigentlich ziemlich einfach, eine gute Fälschung herzustellen. Es ist jedoch schwierig, eine großartige Fälschung herzustellen, und es ist praktisch unmöglich, eine perfekte Fälschung herzustellen. Unerwartete Details wie das zum Erstellen des Textes verwendete Betriebssystem und verbundene Systeme wie das Telefon und der Mobilfunkanbieter können dazu beitragen, eine genaue Zeitachse mit zuverlässigen Beweisen zu erstellen. Man weiß nie, worauf es bei eDiscovery ankommt. Ein erfahrener eDiscovery-Berater kann viele Aspekte der verfügbaren Daten testen.


iDS bietet Unternehmen und Anwaltskanzleien auf der ganzen Welt beratende Datenlösungen, die ihnen einen entscheidenden Vorteil verschaffen – sowohl innerhalb als auch außerhalb des Gerichtssaals. Unsere Fachexperten und Datenstrategen sind darauf spezialisiert, Lösungen für komplexe Datenprobleme zu finden und sicherzustellen, dass Daten als Vermögenswert und nicht als Belastung genutzt werden können.

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