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Warum die moderne Technologielandschaft das Verbergen so schwierig macht

Vor über zweihundert Jahren warnte Sir Walter Scott davor, dass Täuschung ein verworrenes Netz erzeugt. Heute liest sich diese Warnung weniger wie Poesie, sondern eher wie eine präzise Beschreibung der Funktionsweise digitaler Systeme.

In einer Kolumne, die veröffentlicht wurde in Heutiger geschäftsführender Gesellschafter, CEO & Gründer von iDS Dan Respekt Der Artikel untersucht eine der folgenreichsten Veränderungen in der modernen Ermittlungsarbeit: Mit zunehmender Komplexität der Technologie ist es exponentiell schwieriger geworden, etwas zu verbergen – und viel leichter, es zu entdecken.

Der Technologie-Stack als Zeuge

Die Logik hinter den meisten Versuchen, digitales Fehlverhalten zu vertuschen, ist trügerisch einfach: Datei löschen, Nachricht entfernen, offensichtliche Spuren beseitigen und weitermachen. In einer einfacheren Welt – in der Beweise an weniger Orten zu finden waren – mag diese Logik manchmal gestimmt haben. Heute nicht mehr.

Eine einzige digitale Handlung kann heutzutage Spuren auf dem Gerät einer Person hinterlassen: Betriebssystem, Anwendungsprotokolle, Indizes, Synchronisierungsordner, Cloud-Plattformen, Backup-Systeme, Mobiltelefone, Kollaborationstools, Netzwerkinfrastruktur und Datensätze von Drittanbietern, von denen der Handelnde zwar Kenntnis hat, auf die er aber weder zugreifen noch die er ändern kann. Regard führt das Konzept des Technologie-Stack — die Gesamtheit der Hardware, Software, Systeme und Dienste, die zum Einsatz kommen, wenn jemand eine digitale Handlung ausführt — um zu erklären, warum selbst eine routinemäßige E-Mail weit mehr Systeme berühren kann, als die meisten Benutzer jemals in Betracht ziehen.

Wer versucht, ein Ereignis zu vertuschen, muss oft dessen Spuren in Systemen verfolgen, die er nicht vollständig versteht. Offensichtliche Spuren mögen gelöscht sein, während umgebende Hinweise bestehen bleiben. Eine Datei kann ersetzt werden, während der Index sie noch speichert. Ein USB-Stick kann entfernt werden, doch das Betriebssystem zeigt weiterhin seine Verwendung an.

Verschleierung als Beweismittel an sich

Was Regards Argument für Juristen besonders überzeugend macht, ist Folgendes: In vielen Fällen schafft der Versuch, etwas zu verbergen, neue Beweise, anstatt alte zu beseitigen. In einem von ihm beschriebenen Fall ersetzte jemand eine Datei durch eine alternative Version und unternahm Schritte, um die Spuren dieser Ersetzung zu verwischen – jedoch gelang es ihm nicht, alle Einträge zu entfernen, die das System über diese Aktivität protokolliert hatte. Das Ergebnis war nicht nur der Beweis, dass die Datei geändert worden war, sondern auch der Beweis, dass jemand versucht hatte, sie zu verbergen. Diese Unterscheidung, so Regard, verschiebt das Problem von einer technischen Anomalie zu einer Frage der Absicht.

Vier Sichtweisen, die Lärm in Bedeutung verwandeln

Kernstück des Untersuchungsansatzes von Regard ist ein vierteiliges Rahmenwerk, das die Vorgehensweise von iDS bei der Untersuchung digitaler Umgebungen leitet:

  1. Was ist da, was da sein sollte?
  2. Was ist da, was da nicht sein sollte?
  3. Was fehlt, was nicht da sein sollte?
  4. Was fehlt, was da sein sollte?

Zusammengenommen verwandeln diese vier Sichtweisen technische Unordnung in beweisrelevante Informationen – und ermöglichen es den Ermittlern, nicht nur zu sehen, was geschehen ist, sondern auch, was jemand hoffte, niemals zu sehen.

Der Vorteil der Asymmetrie

Regard hebt zudem eine oft übersehene Dimension hervor: Nicht alle relevanten Datenquellen befinden sich unter der Kontrolle des Akteurs. Mobilfunkmasten, IP-Protokolle von Cloud-Anbietern, Transaktionsdaten von Drittanbietern – deren Existenz zu kennen, bedeutet nicht, sie verändern zu können. Diese Asymmetrie ist in Rechtsstreitigkeiten von enormer Bedeutung. Einige der wertvollsten Daten sind genau jene, die außerhalb des Zugriffs der Person liegen, die das größte Interesse daran hat, die Geschichte umzuschreiben.

Um mit einem iDS-Experten in Kontakt zu treten, besuchen Sie idsinc.com.


iDS bietet beratende Datenlösungen für Unternehmen und Anwaltskanzleien auf der ganzen Welt und verschafft ihnen damit einen entscheidenden Vorteil – sowohl vor Gericht als auch außerhalb. Die Fachexperten und Datenstrategen von iDS sind darauf spezialisiert, Lösungen für komplexe Datenprobleme zu finden und sicherzustellen, dass Daten als Vermögenswert und nicht als Belastung genutzt werden können. Weitere Informationen finden Sie unter idsinc.com.


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