Jahrhundertelang stützte sich der Gerichtssaal auf menschliche Zeugenaussagen. Zeugen traten in den Zeugenstand, schilderten die Ereignisse aus ihrer Erinnerung und hofften, ihre Darstellung sei überzeugender als die der Gegenseite. Physische Beweise – ein Vertrag, eine Waffe, ein Dokument – waren hilfreich, doch letztendlich blieben Zeugenaussagen unerlässlich, um Ursprung und Bedeutung eines Falles zu klären.
Dieses Modell weicht einem grundlegend anderen. Und dieser Wandel, so argumentiert der CEO und Gründer von iDS, Dan Respekt, Dies könnte genauso bedeutsam sein wie der Übergang von mündlichen Zeugenaussagen zu schriftlichen Aufzeichnungen.
Im ersten Teil seines Bezüglich der Beweislage Spalte in Heutiger geschäftsführender Gesellschafter — eine zehnteilige Serie darüber, wie Technologie Beweisführung, Rechtsstreitigkeiten und Streitbeilegung verändert — Regard stellt ein Konzept vor, das jeder Jurist verstehen muss: Systemgenerierte Daten (SGD).
Was sind systemgenerierte Daten?
SGD sind keine E-Mails. Sie sind keine SMS oder soziale Medien. Es handelt sich um die größtenteils nicht-textuellen Daten, die digitale Systeme automatisch, passiv und kontinuierlich erzeugen – unabhängig von jeglicher menschlichen Entscheidung zur Erstellung eines Datensatzes.
Denken Sie an GPS- und Mobilfunkdaten, IoT-Sensordaten von Smart-Home-Geräten und vernetzten Autos, Finanztransaktionsdaten, Telemetriedaten autonomer Fahrzeuge und die Metadaten jeder Kommunikation: wann sie gesendet, empfangen und gelesen wurde. Diese Datensätze werden nicht von Menschen erstellt. Sie werden von Maschinen generiert, von Systemen mit einem Zeitstempel versehen und gespeichert, unabhängig davon, ob sie als Beweismittel gedacht waren oder nicht.
Was SGD von allen bisherigen Beweisformen unterscheidet, ist seine Objektivität und Detailgenauigkeit. Es stützt sich nicht auf menschliche Erinnerungen und ist nicht von Voreingenommenheit geprägt. In vielen Fällen, so Regard, zeigt es uns, was tatsächlich geschehen ist – präziser, als es je ein Zeuge könnte.
Wie SGD den Gerichtssaal verändert
Die Auswirkungen auf mögliche Rechtsstreitigkeiten sind erheblich und noch nicht absehbar.
Wo früher zwei Fahrer über den Unfallhergang aussagten, liefern Fahrzeugtelematik und GPS-Protokolle heute eine objektive Rekonstruktion. Wo Geschworene früher Lücken durch Schlussfolgerungen und Annahmen füllten, übernehmen zeitgestempelte digitale Spuren zunehmend diese Aufgabe. Die Interpretationslast verlagert sich von der menschlichen Glaubwürdigkeit hin zu Datenanalysen und Sachverständigen, die komplexe Sachverhalte für nicht-technische Entscheidungsträger verständlich aufbereiten können.
Diese Verlagerung bringt auch neue Herausforderungen mit sich. Die Authentifizierung – einst primär eine Frage der Aufrechterhaltung einer physischen Beweiskette – erhält mit digitalen Beweismitteln eine neue Dimension. Regard verweist auf einen sich herausbildenden Standard, den er so nennt. “Ursprungsnachweis”Es ist wichtig zu verstehen, woher digitale Beweismittel stammen, bevor sie unter rechtliche Kontrolle gerieten. Da digitale Beweismittel eine immer zentralere Rolle bei der Sachverhaltsaufklärung spielen, müssen Gerichte Rahmenbedingungen entwickeln, um deren Authentizität und Zulässigkeit mit der gleichen Strenge zu bewerten, die einst für physische Beweismittel galt.
Was Rechtsteams jetzt tun müssen
Regards praktische Anleitung für Prozessanwälte und Ermittler ist eindeutig: Man muss verstehen, welche Arten von digitalen Beweismitteln existieren und wie sie gespeichert werden, mit Experten zusammenarbeiten, die digitale Spuren authentifizieren und interpretieren können, und Strategien für den Gerichtssaal entwickeln, die Richtern und Geschworenen SGD verständlich machen.
Die Rechtswelt passte sich an, als schriftliche Beweismittel mündliche Zeugenaussagen als primäre Aufzeichnung von Ereignissen ablösten. Sie passt sich nun erneut an – und die Kanzleien und Anwaltsteams, die diesen Wandel frühzeitig erkennen, werden besser gerüstet sein, um schneller stichhaltigere Fälle aufzubauen.
Bei iDS ist die Vorbereitung von Rechtsteams auf genau diese Realität ein Kernbestandteil unserer Tätigkeit. Digitale Forensik, eDiscovery & Offenlegung, Und Strukturierte Daten & Analysen Die Verfahren basieren auf der Fähigkeit, das gesamte Spektrum digitaler Beweismittel zu finden, zu interpretieren und zu präsentieren – einschließlich der systemgenerierten Datensätze, die zunehmend über den Ausgang von Streitigkeiten entscheiden.
Um mit einem iDS-Experten in Kontakt zu treten, besuchen Sie idsinc.com.
iDS bietet beratende Datenlösungen für Unternehmen und Anwaltskanzleien auf der ganzen Welt und verschafft ihnen damit einen entscheidenden Vorteil – sowohl vor Gericht als auch außerhalb. Die Fachexperten und Datenstrategen von iDS sind darauf spezialisiert, Lösungen für komplexe Datenprobleme zu finden und sicherzustellen, dass Daten als Vermögenswert und nicht als Belastung genutzt werden können. Weitere Informationen finden Sie unter idsinc.com.
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