Der Druck ist enorm. Aufsichtsräte wollen wissen, wie die Rechtsabteilung mit KI umgeht. Budgetgespräche werden zunehmend mit der impliziten Bedingung geführt: Zeigen Sie uns, wie Sie KI einsetzen, sonst verlieren Sie die Finanzierung. Wer KI noch nicht implementiert hat, gilt als im Rückstand.
Doch auf Druck statt auf einen Plan zu reagieren, ist genau der Weg, wie teure Fehler passieren.
In einem Artikel, der veröffentlicht wurde Der heutige General Counsel, iDS-Präsident Hunter McMahon Colin S. McCarthy, Gründer und CEO von CMC Legal Strategies, argumentiert, dass Unternehmensjuristen vor dem Einsatz von KI die nötige Zeit einplanen müssen, um die richtigen Fragen zu stellen. Schnell zu falschen Antworten zu gelangen, nützt niemandem. Die Automatisierung eines fehlerhaften Prozesses führt lediglich dazu, dass er im großen Maßstab noch schlechter wird.
Die fünf Fragen
1. Verstehen Sie das eigentliche Problem?
Oberflächliche Symptome geben selten die ganze Wahrheit preis. Eine Rechtsabteilung könnte steigende Kosten externer Anwälte fälschlicherweise als Gebührenproblem diagnostizieren – dabei liegt das eigentliche Problem in einer mangelnden frühzeitigen Fallanalyse oder einer Kultur, in der Streitigkeiten ohne interne Priorisierung eskalieren. KI kann in beiden Fällen helfen, aber erst, wenn das eigentliche Problem identifiziert wurde. Andernfalls riskiert man, das falsche Problem effizient zu lösen.
2. Sitzen die richtigen Leute am Tisch – und werden sie gehört?
Technologieentscheidungen in Rechtsabteilungen fallen oft in kleinen Besprechungsräumen. Doch die Mitarbeiter, die am nächsten an der Arbeit sind – Rechtsanwaltsfachangestellte, Mitarbeiter im Bereich Prozessunterstützung, Vertragsmanager – verstehen häufig die Reibungspunkte, die der Führungsebene verborgen bleiben. Anwesend zu sein und gehört zu werden, sind zwei völlig verschiedene Dinge. Gemeinsame Entscheidungsfindung dient nicht dazu, den Fortschritt zu verlangsamen, sondern teure Fehler zu vermeiden.
3. Können Sie sich vorstellen, wie eine realistische Lösung aussieht?
Zu viele KI-Implementierungen beginnen mit der Technologie und arbeiten sich rückwärts zum Problem vor. Beginnen Sie stattdessen mit dem gewünschten Ergebnis. McMahon und McCarthy ziehen eine überzeugende Parallele zum autonomen Fahrmodell von Waymo – wo jeder gefahrene Kilometer Erkenntnisse in eine zentrale Intelligenzebene einspeist. Derselbe Wandel vollzieht sich nun auch in Rechtsabteilungen, wo KI Daten aus Verträgen, Streitigkeiten, Compliance-Systemen und historischen Prozessakten verknüpfen und so isolierte Sachverhalte in ein kontinuierliches Informationsnetzwerk für das Unternehmen verwandeln kann.
4. Haben Sie definiert, wie Erfolg aussieht?
Wer den Erfolg von KI vor deren Einsatz nicht definieren kann, wird ihn auch später nicht erkennen – und die Investition erst recht nicht rechtfertigen können. Die Autoren raten General Counsel, neben Kosteneinsparungen auch die Bearbeitungszeit, die Genauigkeit der frühen Fallbewertung, die Reduzierung externer Anwaltsüberprüfungen und die frühzeitige Erkennung von Rechts- und Compliance-Risiken zu messen.
5. Wo liegen die Risiken?
Jeder Green Designer ist darin geschult, Risiken zu erkennen – nutzen Sie diesen Instinkt hier. Was passiert, wenn die KI falsch liegt? Wer überprüft die Ergebnisse, bevor sie eine Entscheidung beeinflussen? Wie geht das Tool mit vertraulichen Informationen um? Das sind keine Gründe, KI zu meiden. Es sind die Fragen, die einen durchdachten Einsatz von einem kostspieligen unterscheiden.
Die Bonusfrage
McMahon und McCarthy schließen mit der Frage, die viele General Counsel insgeheim beschäftigt, aber selten offen diskutiert: Wie wird KI meine Rolle beeinflussen? Ihre Antwort ist eindeutig: KI stärkt die Position des General Counsel, anstatt sie zu schwächen. Algorithmen können Muster aufdecken und Szenarien modellieren, aber sie können nicht entscheiden, wie viel Risiko ein Unternehmen eingehen sollte. Das bleibt eine Führungsentscheidung. Die Zukunft besteht nicht darin, sich zwischen menschlichem Urteilsvermögen und künstlicher Intelligenz zu entscheiden. Es geht darum, Systeme zu entwickeln, in denen beide zusammenwirken.
Bei iDS steht die Unterstützung von Rechtsteams bei der Bewältigung genau dieses Gleichgewichts im Mittelpunkt unserer Tätigkeit. Informations-Governance, eDiscovery & Offenlegung, Und Strukturierte Daten & Analysen Die Vorgehensweisen sind darauf ausgelegt, Organisationen dabei zu helfen, datengesteuerte Tools gezielt einzusetzen – und zwar mit dem nötigen menschlichen Fachwissen, um deren Wirkung zu erzielen.
Um mit einem iDS-Experten in Kontakt zu treten, besuchen Sie idsinc.com.
iDS bietet beratende Datenlösungen für Unternehmen und Anwaltskanzleien auf der ganzen Welt und verschafft ihnen damit einen entscheidenden Vorteil – sowohl vor Gericht als auch außerhalb. Die Fachexperten und Datenstrategen von iDS sind darauf spezialisiert, Lösungen für komplexe Datenprobleme zu finden und sicherzustellen, dass Daten als Vermögenswert und nicht als Belastung genutzt werden können. Weitere Informationen finden Sie unter idsinc.com.