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Wenn die KI vor Gericht steht

Anwälte und Sachverständige greifen zunehmend auf KI-Tools zurück, um ihre Arbeit zu optimieren – und das aus gutem Grund. Die Effizienzgewinne sind unbestreitbar. Doch eine kürzlich ergangene Gerichtsentscheidung aus New York sendet ein klares Signal an die Juristen: KI kann die Expertise von Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen.

In einem Artikel, der veröffentlicht wurde Der heutige General Counsel, iDS Geschäftsführer für Schadensfälle Theodore (Teddy) Brown analysiert die Auswirkungen der Angelegenheit von Weber Die Entscheidung – ein Fall, in dem die Nutzung von Microsoft Copilot durch einen Finanzexperten zur Unzulässigkeit seiner Aussage beitrug – und was dies für Juristen bedeutet, die sich mit der wachsenden Rolle von KI in Rechtsstreitigkeiten auseinandersetzen müssen.

Was geschah in Angelegenheit von Weber

Der Fall betraf den Vorwurf der Treuepflichtverletzung durch einen Testamentsvollstrecker. Die Einspruchspartei beauftragte einen Finanzexperten mit der Bewertung des voraussichtlichen wirtschaftlichen Schadens – ein Experte, der Microsoft Copilot als zusätzliche Kontrollmöglichkeit für seine Berechnungen nutzte. Diese Entscheidung blieb dem Gericht nicht verborgen.

Die Ablehnung des Sachverständigen durch den Richter beruhte auf mehreren Feststellungen: Dem Sachverständigen fehlten branchenübliche Berechnungsmethoden, seine Qualifikation war unzureichend, und er konnte nicht klar zwischen entgangenem Gewinn und Kapitalverlusten unterscheiden. Obwohl die Verwendung von KI nicht der alleinige Ablehnungsgrund war, äußerte das Gericht insbesondere Bedenken hinsichtlich der Nutzung eines Open-Source-KI-Tools durch den Sachverständigen. Es merkte an, dass solche Tools schwer überprüfbar und daher in hochkarätigen Sachverständigengutachten unzuverlässig seien.

Open-Source vs. Closed-Source: Eine entscheidende Unterscheidung

Browns Analyse zieht eine wichtige Grenze, die Rechtsteams beachten sollten. Das Problem in Angelegenheit von Weber Es lag nicht an der KI selbst – es war die falsche Art von KI, die auf die falsche Weise eingesetzt wurde.

Er argumentiert, dass proprietäre KI-Tools den Arbeitsablauf von Experten bei grundlegenden Aufgaben wie dem Sortieren und Indizieren großer Dokumentenmengen, der Erstellung von Zusammenfassungen, der Tiefensuche in komplexen Formaten wie PDFs und Bildern sowie der Erstellung von Zeitleisten deutlich verbessern können. Dies sind legitime Produktivitätssteigerungen.

Open-Source-Tools wie Microsoft Copilot stellen jedoch ein anderes Problem dar. Ihre Ergebnisse sind nicht leicht nachvollziehbar, ihre Methoden sind nicht transparent, und – wie die Weber Die Entscheidung verdeutlicht, dass sie der kritischen Prüfung vor Gericht nicht standhalten können, wenn sie für komplexe, spezialisierte Berechnungen verwendet werden.

Was Gerichte weiterhin fordern

Brown bringt es auf den Punkt: Kein KI-Tool kann die Qualifikationslücken eines Sachverständigen ausgleichen. Gerichte bewerten Sachverständigengutachten weiterhin anhand der US-amerikanischen Beweisregeln – sie beurteilen Grundlagenwissen, Ausbildung, Qualifikation und Erfahrung. KI kann diese Lücken nicht füllen, und sich darauf zu verlassen, führt genau zu dem Ergebnis, das wir bereits beobachtet haben. Weber.

Seine Empfehlungen für Rechtsteams und Sachverständige sind unkompliziert: Verwenden Sie proprietäre KI für vorbereitende und organisatorische Aufgaben, sorgen Sie für volle Transparenz hinsichtlich des KI-Einsatzes und seiner Grenzen, vermeiden Sie die alleinige Nutzung von KI für komplexe domänenspezifische Berechnungen und halten Sie die von den Gerichten erwarteten Qualifikationsstandards ein.

Bei iDS, unser Schäden & Forensische Buchführung und Zeugnis Die Arbeitspraktiken basieren genau auf dieser Philosophie – der Kombination von hochentwickelten Analysemethoden mit fundiertem menschlichem Fachwissen und den von den Gerichten geforderten Qualifikationsstandards.

Um mit einem iDS-Experten über Ihre nächste Untersuchung in Kontakt zu treten, besuchen Sie idsinc.com.


iDS bietet beratende Datenlösungen für Unternehmen und Anwaltskanzleien auf der ganzen Welt und verschafft ihnen damit einen entscheidenden Vorteil – sowohl vor Gericht als auch außerhalb. Die Fachexperten und Datenstrategen von iDS sind darauf spezialisiert, Lösungen für komplexe Datenprobleme zu finden und sicherzustellen, dass Daten als Vermögenswert und nicht als Belastung genutzt werden können. Weitere Informationen finden Sie unter idsinc.com.


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